Die Waldbrudershütte liegt im Ulfenbachtal; man kann sie von Hirschhorn aus über den Wanderweg H6 erwandern. Bei der Waldbruderhütte handelt es sich um eine kleine Höhle, oder eher einen Felsüberhang. Beachtenswert ist eine in den Fels gehauene Figur. Der Ort liegt malerisch (wenn auch leider mit störenden Geräuschen der relativ nahen Straße) in
einem steilen Waldstück
eines engen Tales.
Leider ist sie vor einigen Jahrzehnten mutwillig zerstört worden, und man kann nur noch grobe Umrisse erkennen (s.u.); vorher sah Sie
so aus. Abgüsse davon finden sich im Rathaus Hirschhorn und im Volkskundemuseum
Heppenheim.
Über den Ursprung der Figur streiten sich die Gelehrten. Der Name "Waldbrudershütte" und die Sagen zu diesem Ort deuten darauf hin, dass hier einmal ein frommer Einsiedler gelebt haben könnte; vielleicht hat dieser diese Figur angefertigt oder anfertigen lassen. Der alte Name "
Lengertel" (
Leonhardstal) für diese Schlucht deutet darauf hin, dass es sich um den im süddeutschen Raum sehr beliebten "Bauernheilgen"
Leonhard gehandelt haben könnte.
Sagen berichten, der Einsiedler selbst habe
Leonhard geheißen; womöglich war er der verschollene
Spross einer adeligen Familie.
Andere vermuten, dass es sich um eine alte
keltische Kultstätte handelte, da die Figur Ähnlichkeit mit
keltischen Darstellungen
hat.
Auch heißt es, dass gerade dort
Leonhardsheiligtümer entstanden,
wo früher keltischen Wassergöttern (laut
H.-G. Morr:
Teutates) geopfert wurde.
Da aber erste Erwähnungen der
Figur erst ins Spätmittelalter fallen,
spricht mehr für die erste Deutung.
Wie ich uff Malle sehen konnte, gibt es sehr wohl aus Mittelalter und früher Neuzeit Steinzeugnisse, die "
keltisch" aussehen.
Außerdem habe ich den frommen Waldbruder fotografiert...

Viel mehr zu dieser Sehenswürdigkeit findet man
hier auf einer wirklich tollen und ausführlichen Seite!