Sonntag, 22. März 2009

Ruine Hirschburg und Schanzenköpfle

Die Ruinen Hirschburg und die Schanzenköpfle erwandert man am besten vom Wanderparklatz in Leutershausen (Hirschberg) aus. Dieser Parkplatz liegt, wenn man auf der B3 Heidelberg-Weinheim fährt, rechts oben, oberhalb des Ortskernes von Leutershausen. Am besten Richtung Friedhof fahren, daran vorbei und weiter nach oben. Man erreicht die Ruine über die Wanderwege 6 und den Burgenweg (B).

Die Hirschburg ist, ebenso wie das nahe Schanzenköpfle, schon sehr lange verlassen und verfallen. Viel weiß man nicht über die Burg; sie gehörte wohl dem Geschlecht der Hirschberger und wurde um 1200 erbaut. Das Geschlecht starb aus; der Ritterstand, der es übernahm, nannte sich allerdings auch "von Hirschberg". Wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die Burg verlassen; ob sie verfiel oder abgerissen wurde, ist nicht bekannt.

Viel ist von der Ruine nicht erhalten, nur wenige Mauerreste und ein Torbogen. Nichtsdestotrotz ein schönes Ausflugsziel mit - zumindest im laubfreien Winter - guten Fernblicken.



Es heißt, hier spuke ein Reiter ohne Kopf. Früher, zu den Zeiten der alten Hirschberger, hat dieser Mann seine Verwandten verraten und Feinden den Weg in die Burg gezeigt. Seine Familie wurde niedergemacht, doch auch er selbst kam bei dem Gefecht zu Tode. Als Strafe für seinen Verrat spukt er nachts um die Ruine herum.

Das Schanzenköpfle liegt, einige hundert Meter entfernt und weiter oben in den Hügeln, auch an den beschriebene Wegen. Hier findet man nur noch Wälle des ehemaligen Baus. Man geht davon aus, dass hier die Anfang des 12. Jahrhunderts erbaute Vorläuferburg der Hirschburg lag. Es gibt auch Spekulationen, dass die Hirschburg oder das Schanzenköpfle Vorläufer der Strahlenburg waren; anderswo las ich, das Schanzenköpfle sei vielleicht nur ein Wachturm gewesen, keine eigenständige Burg.

Nahe des Schanzenköpfle findet man alte Grenzsteine von 1790, die das Hirschgeweih zeigen.