Ausgeschildert.
Die Starkenburg wurde 1065 vom Kloster Lorsch als Schutzburg namens Burcheldon erbaut; ihren heutigen Namen erhielt sie erst um 1200. Angeblich befand sich hier schon eine vorgeschichtliche Befestigungsanlage.
Hierhin zogen sich Mönche zurück, wenn es zu kriegerischen Auseinandersetztungen kam; die Starkenburg war eine wichtige Festung des Kurfürstentums Mainz an der Bergstraße. Ende des 18. Jahrhunderts begann der Zerfall, nicht zuletzt durch den gezielten Abbruch zwecks Steingewinnung, den die Adelsherren ab dem 19. Jahrhundert zu verhindern versuchten.
Der alte Bergfried musste 1924 gesprengt werden, wohl wegen Schäden, die durch die große Explosion bei der heutigen BASF 1921 in Ludwigshafen verursacht worden sind; damals wurden in Heppenheim alle Scheiben eingedrückt, so mächtig war die Druckwelle der rund 20 km entfernten Explosion.
1930 wurde ein, wie ich finde, nicht sehr authentischer neuer Bergfried errichtet. Heute befindet sich in der Burg eine Jugendherberge.
Beeindruckend ist der Brunnen; es war ursprünglich 80 Meter tief, heute ist er laut Schautafel noch 60 Meter tief. Es heißt außerdem, von der Burg soll es einen Geheimgang zum Kloster Lorsch geben.
Direkt an der Burg habe ich ein kleines (recht unkonventionelles) Labyrinth entdeckt.
Zahlreiche Sagen ranken sich um die Burg.
So die Sage von Burgfräulein, das in eine Schlange verwandelt wurde.
Auch eine weiße Frau gibt es hier.
Außerdem hat die Burg einen Schutzgeist, den Melampus. Es gibt zwischen Heppenheim und der Juhöhe mehrere Sagen von schwarzen Hunden, wobei unklar ist, ob sie sich alle auf Melampus beziehen.


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