Anfahrt und nähere Informationen unter http://www.junglas-online.de/menhire/
Die meisten archäologischen Hinweise über diesen Ort finden sich sehr detailliert auf der obigen Seite, daher möchte ich mich damit begnügen, ein paar hübsche Fotos beizusteuern und von dem Ort zu erzählen. Bitte beachtet aber, dass man es vermeiden sollte, dorthin ohne Führung zu laufen, da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, in dem viele Vögel auch am Boden brüten; wenn ihr euch illegalerweise entschießt, dennoch alleine zu gehen, seid bitte extrem vorsichtig!

Auf dem Schild bei der Anlage ist zu lesen:
1967 von dem Rossdorfer Heimatforscher Heinrich Gunkel entdeckt. Mindestens 14 Steine bilden links und rechts des Ruthsenbaches eine Menhiranlage, zu der es in unserer Region keine Vergleiche gibt. Es handelt sich eventuell um die Reste eines Cromlechs, also um eine Steinkreisanlage. Das Material der Steine ist Granitporphyr, dessen nächstgelegenes Vorkommen 1,6 km südwestlich von hier zwischen Schleppweg, Heuweg und Eisenweg entlang der Eisenhandschneise (sic) nachgewiesen wurde. Der Bach durchfloss ursprünglich die Wiese - sein heutiger Lauf ist neuzeitlich. Menhire sind Zeugnissee kultischer Vorstellung, die sich während der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends über weite teile Mitteleuropas verteilte. Sie sind von Frankreich über das nördliche Oberrheingebiet und Hessen bis nach Mitteldeutschland zu finden. Die wohl bekanntesten Menhire stehen bei Carnac in der Bretagne, wo über 1000 Steine zu kilometerlangen Alleen angeordnet sind. Die jungsteinzeitliche Menhiranlage "Hirtenwiese" liegt im Naturschutzgebiet "Scheftheimer Wiesen bei Darmstadt" Gemäß der Schutzgebietsverordnung ist es verboten, das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten. Diese Bestimmung dient dem Schutz der artenreichen Wiesenvegitiation und der hier vorkommenden bodenbrütenden Vogelarten.

Ich fand den Ort sehr harmonisch (wenn man sich erst einmal von der lärmenden Bundesstraße entfernt hat), und sowohl ich als auch mein Freund hörten dort leises Tuscheln und Husten, als ob da jemand sich in den Büschen versteckt hielt... andere schüchterne Besucher? Elfenvolk?
Wer weiß!



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