Montag, 22. Januar 2007
Der Götzenstein
Anfahrt ab Weinheim/Bergstraße (von da nach Heidelberg oder Mannheim rund 20 km); von Weinheim am östlichen Ortsausgang Richtung Birkenau rechts abbiegen Richtung Gorxheimertal/Absteinach. Vor der Gemeinde Gorxheim hinter einem Reitplatz und Schwimmbad links abbiegen und steiler Kurvenstrecke Richtung Buchklingen/Löhrbach/Absteinach folgen. In Absteinach zwei mal links halten bis Wanderparkplatz an Grillplatz ("Steinachquelle").
oder
Nicht Richtung Buchklingen abbiegen, sondern weiter geradeaus bis Unter-Absteinach, da links und in Ober-Absteinach hinter der Abbiegung anch Buchklingen links zum Parkplatz.
Dort der Wegmarkierung (gelber Kreis) folgen, nach ca. einem Kilometer Felsgruppe auf Hügelspitze.
Ob dieser Ort wirklich ein keltischer Kultplatz war, weiß niemand. Die Gemeinde Absteinach behauptet: "Der Götzenstein, eine alte heidnische Opferstätte der Kelten, ist nur eine Erinnerung an die bewegte Geschichte Abtsteinachs. Schon in der jüngeren Steinzeit war die Gegend besiedelt, wie mehrere Werkzeugfunde belegen. Kelten, Sueben, Römer, Alemannen und Franken, deren Nachfahren heute dort leben, kolonisierten den Odenwald."
Die Steine selbst zeigen keine Spuren von Bearbeitung, allerdings scheint die Hügelkuppe von Menschenhand abgeflacht worden zu sein.
Eine Informationstafel an der Stätte – die auch ein Naturdenkmal ist – liefert weitere Informationen. Danach hat an dieser Stelle der fränkische Stammesführer Dietbert weiter den alten Göttern gehuldigt, nachdem Chlodwig um 500 herum zum Christentum übertrat. Man sieht, die Odenwälder misstrauen ein wenig neuen Dingen.
Auch wenn eine Hauptwanderroute am Götzenstein vorbeiführt – wenn man nicht gerade am Sonntag Nachmittag hierherkommt, ist der Ort ruhig und sehr idyllisch. Zumindest für mich strahlt er etwas besonderes aus; hier habe ich schon als Kind die Nähe des Magischen besonders stark gefühlt. Ich komme gerne hier her (seht auf das Bild, da krabbel ich grade auf den Steinen rum).Vielleicht könntet ihr es dann auch sehen... die Steine haben eine Aura. Und vielleicht findet ihr, wenn ihr dort hinwandert, ein kleines Blumen- oder Speiseopfer an den Steinen - und ich schwöre, es ist nicht immer von mir!
Nachtag vom 10. 4. 2007:
Man schrieb mir, man habe am Götzenstein Plastikostereier als "Opfer" (oder einfach nur als Müll???) gefunden und "germanische" Ritzungen an den Bäumen rundherum (Thorshämmer usw.).
Ich finde das vollkommen INDISKUTABEL! Bäume zu verletzen, um daran irgendwelche religiösen Symbole zu hinterlassen, zeugt von einem eklatanten Unverständnis gegenüber der Natur. Und nebenbei - der Götzenstein ist kein "Germanenplatz", sondern ein spiritueller Ort für jeden - ob nun Asatru, Celtoi, Christ, heidnisch-esoterisch eingestellt oder auch nur ein einfacher Wanderer.
Daher ein dringender Appell an alle Besucher des Götzensteines und anderer Orte - BITTE SCHONT DIE NATUR! Hinterlasst keine Müll (auch nicht als Opfer!) und beschädigt nicht Steine und Bäume.
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1 Kommentare:
Hallo Bodecca,
wir würden gerne einige Deiner wunderbaren Bilder für einen Wanderführer verwenden - selbstverständlich unter Nennung Deines Namens, der Website und wir versenden auch gerne ein Belegexemplar.
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen,
mfG
Stephanie
G. Braun Buchverlag
Karlsruhe
praktikant@gbraun-buchverlag.de
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